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Neuer Allzeitrekord für Wind- und Solarstrom im Dezember 2017

Münster – Das windige Wetter in Deutschland sorgt im Dezember 2017 für einen neuen Windenergie-Monatsrekord. Auf Jahressicht kann die Stromproduktion aus Wind und Solar gegenüber dem Vorjahr 2016 deutlich zulegen.

Die Wind- und Solaranlagen in Deutschland haben im Dezember 2017 zusammen erstmals in einem Monat über 15 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Ökostrom produziert. Damit ist für diese beiden regenerativen Energiequellen der vergangene Monat in Deutschland der produktionsstärkste aller Zeiten. Das geht aus den bislang vorliegenden Daten der Übertragungsnetzbetreiber hervor.

Wind- und Solarstrom: 50 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr
Die Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen in Deutschland beläuft sich im Dezember 2017 auf insgesamt 15,1 Mrd. kWh (Dezember 2016: 10,1 Mrd. kWh). Das ist ein Zuwachs um rd. 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der erst im Oktober 2017 aufgestellte Produktions-Monatsrekord für Wind und Solar (14,6 Mrd. kWh) wird damit im Dezember schon wieder übertroffen. Den Löwenanteil trägt im Dezember 2017 mit 14,6 Milliarden kWh die Windenergie bei, davon entfallen 2,0 Mrd. kWh auf die Offshore Windenergie.

Jahr 2017: Windenergie erstmals über 100 Milliarden kWh
Mit Blick auf das Gesamtjahr 2017 steigt die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie auf 138,4 Mrd. kWh (2016: 111,5 Mrd. kWh). Das ist ein Anstieg um etwa 25 Prozent. Vor allem die Windenergie trägt zu dem hohen Wachstum bei. Die On- und Offshore Windstromerzeugung in Deutschland erreicht 102,5 Mrd. kWh (2016: 78,6 Mrd. kWh). Angesichts eines schwachen PV-Zubaus in Deutschland fällt die PV-Stromeinspeisung mit rd. 36 Mrd. kWh nur etwas höher aus als im Vorjahr 2016 (rd. 34,5 Mrd. kWh). Unter Berücksichtigung des Eigenverbrauchs könnte nach einer ersten IWR-Prognose mit einer Photovoltaik-Stromerzeugung von rd. 40 Mrd. kWh gerechnet werden.

Über die Statistiken zur regenerativen Stromerzeugung
Die hier dargestellten Daten für den Wind- und Solarstrom spiegeln die Hochrechnungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) wider. Es handelt sich dabei um Daten am Einspeisepunkt ins Stromnetz. Die tatsächliche Stromerzeugung in der endgültigen Jahresabrechnung kann höher liegen. Insbesondere kann der Eigenverbrauch der Photovoltaikanlagen zunächst nur geschätzt werden.


© IWR, 2018


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