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Sommer 2019: Extreme Hitzewellen und verschärfte Dürre in vielen Regionen

© Anne Köhler, Deutscher Wetterdienst (DWD)© Anne Köhler, Deutscher Wetterdienst (DWD)Offenbach - Der Sommer 2019 in Deutschland war in jedem Sommermonat durch einen deutlichen Überschuss an Wärme und Sonnenschein sowie ein erhebliches Regendefizit gekennzeichnet. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Der Sommer 2019 in Deutschland war durch extreme Hitzewellen mit Temperaturrekorden geprägt und ist der drittwärmste Sommer sei 1881, teilte der DWD mit. In Lingen (Ems) wurde mit 42,6 °C in diesem Jahr ein neuer deutscher Temperaturrekord aufgestellt.

Sommer 2019: Viel Sonnenschein und extreme Hitze
Mit rund 755 Sonnenstunden übertraf der Sommer 2019 sein Soll um 25 Prozent und kletterte damit auf den vierten Platz seit Beginn von Messungen 1951. Den meisten Sonnenschein erhielt die Insel Rügen und Umgebung mit bis zu 900 Stunden
Bei den Temperaturen liegt der Sommer mit 19,2 Grad Celsius (°C) um 2,9 Grad über dem langjährigen Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Damit gilt der Sommer 2019 nach 2003 mit 19,7 °C und 2018 mit 19,3 °C als drittheißester seit dem Beginn regelmäßiger Messungen 1881.

Großen Anteil daran hatte die extreme Hitzewelle vom 24. bis zum 26. Juli, bei der in Deutschland jeden Tag 40 °C überschritten wurden. Der alte Spitzenwert, aufgestellt in Kitzingen bei Würzburg am 5. Juli und 7. August 2015 mit jeweils 40,3 °C, wurde gleich an 14 Stationen übertroffen. Dabei ragte besonders Lingen (Ems) mit dem neuen deutschen Rekord von 42,6 °C heraus. Zuvor hatte bereits der Juni den bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 2003 verdrängt und gilt nun als wärmster Juni seit Beginn von Messungen 1881.

Dürre verschärft sich in vielen Regionen – 27 Prozent zu wenig Niederschlag
Der Sommer 2019 verfehlte mit rund 175 l/m² sein Soll von 239 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 27 Prozent. Heftige Gewitter sorgten in einigen Gebieten an manchen Tagen für reichlich Niederschlag. Die größte 24-stündige Niederschlagssumme meldete Kreuth-Glashütte südlich vom Tegernsee am 28. Juli mit 138,9 l/m². Die meisten Regionen blieben dagegen deutlich zu trocken.

Besonders in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen bis ins südliche Brandenburg fiel weniger als die Hälfte, örtlich nur ein Drittel des Solls. Zusätzlich führte die große Hitze zu sehr hohen Verdunstungsraten. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen waren die Bodenfeuchten seit dem Beginn von Messungen 1961 noch nie so niedrig wie im Sommer 2019. Dies wirkte sich insbesondere auf die Getreideernte und die Wälder in Deutschland aus.


© IWR, 2019


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30.08.2019

 



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