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Forsa-Umfrage belegt große Akzeptanz für Windenergie an Land

© Fotolia© FotoliaBerlin - Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat eine repräsentative Umfrage zur Akzeptanz der Windenergienutzung an Land in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse dürften Kritikern der Windenergie den Wind ein Stück weit aus den Segeln nehmen.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land zeigt, dass der Ausbau der Onshore-Windenergie von einem Großteil der Bevölkerung getragen wird. Das gilt auch für Windenergieanlagen vor Ort. Der Verband kommunaler Unternehmen fordert die Bundesregierung angesichts der Umfrageergebnisse zum Handeln auf.

80 Prozent der Befragten mit Ausbau der Windenergie vor Ort einverstanden
Der Ausbau der Windenergie an Land wird konstant von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen: 82 Prozent von 1.013 repräsentativ Befragten erachten die Nutzung und den Ausbau der Windenergie als wichtig oder sehr wichtig. Auch vor Ort ist die Akzeptanz der Windenergie groß. Hier sind 78 Prozent der Befragten mit den Windenergieanlagen (WEA) in Ihrem Wohnumfeld einverstanden. 70 Prozent der Befragten ohne WEA im Wohnumfeld hätten keine großen Bedenken, falls dort welche gebaut werden würden. 72 Prozent der Befragten befürworten, dass Bund, Länder und Gemeinden ausreichend Flächen für Windenergie zur Verfügung stellen, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Noch größer ist die Unterstützung der Windenergie jedoch in der laut Erhebung als „schweigende Mehrheit“ kategorisierten Gruppe, d.h. den Menschen, die sich nicht öffentlich in Debatten zu Windenergie vor Ort einbringen oder positionieren. In dieser Kategorie halten der Umfrage zufolge sogar 86 Prozent den Ausbau der Windenergie für wichtig oder sehr wichtig; 85 Prozent sind mit bestehenden Anlagen in Ihrem Wohnumfeld einverstanden und 73 Prozent hätten keine gravierenden Bedenken gegenüber dem Bau genehmigungsfähiger WEA vor Ort.

Mehr Akzeptanz durch Einbindung der Bevölkerung und lokale Wertschöpfung
Um die Akzeptanz vor Ort zu stärken, erachtet es der größte Teil der Befragten (82 Prozent) für wichtig, dass die Gemeinden Einnahmen durch Windenergie zur Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort einsetzen können. Auch vergünstigte Strompreise werden häufig (79 Prozent) als wichtige Maßnahme für mehr Akzeptanz vor Ort bewertet, gefolgt von der Einbindung lokaler Akteure (66 Prozent), finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger (65 Prozent) und der Unterstützung durch die lokale Politik (63 Prozent).

VKU fordert Alternativen zum Mindestabstand und zügiges Nachsteuern
„Die Umfrage verdeutlicht: Es gibt für die Steigerung der Akzeptanz der Windenergie an Land bessere Ansätze als pauschale Abstandsregegelungen. Die Bundesregierung sollte die Umfrageergebnisse zum Anlass nehmen, Alternativen zum geplanten Mindestabstand zu entwickeln“, so die VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche.

Ab Anfang der 2020er Jahre werden Windenergieanlagen altersbedingt in erheblichem Maße abgebaut werden. Wir wissen von einigen unserer Mitgliedsunternehmen, dass unter anderem auch durch die geplanten Abstandsregelungen dort mindestens die Hälfte bestehenden Standorte für das Repowering wegfällt. Die Bundesregierung muss hier zügig nachsteuern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass wir bei der Windenergie statt eines Fortschritts einen Rückschritt erleben. Schon Erreichtes bei der CO2-Minderung wird so wieder aufs Spiel gesetzt“, so Reiche weiter.

© IWR, 2019


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31.10.2019

 



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