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Großbritannien baut auf grünen Wasserstoff - 100 MW Großprojekt gestartet

© Fotolia/Adobe Stock© Fotolia/Adobe StockFredericia, Dänemark - Aus regenerativen Energiequellen hergestellter grüner Wasserstoff rückt national und international zunehmend in den Fokus. Während die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung noch auf sich warten lässt, ist in Großbritannien das Gigastack-Projekt in die nächste Runde gegangen.

In Großbritannien wurde die zweite Phase des Gigastack-Projektes mit Unterstützung des britischen Wirtschaftsministeriums gestartet. Ziel des Projektes ist es, zu demonstrieren, wie grüner Wasserstoff aus Offshore-Windstrom die britischen Klimaziele bis zum Jahr 2050 unterstützen kann.

Großbritannien unterstützt zweite Phase des Gigastack-Projektes mit 7,5 Millionen Pfund
Im Rahmen des britischen Projektes Gigastack kooperieren verschiedene Unternehmen, um eine Option auf den Weg zu bringen, mit denen die Strom aus Offshore-Windparks zur Produktion von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab genutzt werden kann. Ein Hauptziel des Gigastack-Projekts ist es, die regulatorischen, kommerziellen und technischen Herausforderungen für reale Anwendungen von erneuerbaren Wasserstoffsystemen im industriellen Maßstab zu identifizieren und hervorzuheben. Zu den Projektpartnern gehören der dänische Energiekonzern und Entwickler und Betreiber von Offshore-Windparks Ørsted, der britische Spezialist für Elektrolyseurtechnologie ITM Power, Phillips 66 Limited sowie die Strategieberatung Element Energy. Das britische Wirtschaftsministerium unterstützt die zweite Entwicklungsphase des Projektes mit 7,5 Millionen Britischen Pfund (Mio. GBP) (rd. 9 Mio. Euro).

Im Zuge der ersten Machbarkeitsphase des Gigastack-Projekts, die im Jahr 2019 abgeschlossen wurde, hat ITM Power Entwürfe für einen kostengünstigen modularen 5-Megawatt (MW)-Elektrolyse-„Stack“ entwickelt. Mit dem dänischen Offshore-Spezialisten Ørsted hat ITM Power in der ersten Phase zudem die potenziellen Synergieeffekte mit Offshore-Windparks zur Produktion von grünem Wasserstoff analysiert. Für die zweite Phase des Projekts, die jetzt von der Abteilung für BEIS finanziert wurde, wird das Konsortium eine Front-End-Engineering-Design-Studie ("FEED") für ein 100-MW-Elektrolysesystem.

Studie untersucht Entwicklung von 100 MW-Elektrolysesystem auf Basis von Offshore-Windstrom
In der vom britischen Department for Business, Energy and Industrial Strategy (BEIS) unterstützten zweiten Phase des Projektes soll nun für ein 100-MW-Elektrolysesystem mit gestuften Anlagen (Nennleistung: 20 MW) eine sogenannte FEED-Studie (Front-End-Engineering-Design-Study) durchgeführt werden. In der FEED-Studie soll das tatsächliche Design eines Wasserstoff-Produktionssystems, das mit einem Offshore-Windpark und einem industriellen Off-Taker verbunden ist, detailliert beschrieben werden.

Technische Basis des 100 MW-Elektrolysesystems ist ein Elektrolyseur-Modul der neuesten Generation von ITM Power. Das Elektrolyse-Großsystem soll Windstrom aus dem Offshore-Windpark Hornsea Two von Ørsted zur Produktion von grünem Wasserstoff nutzen, der an die Humber-Raffinerie von Phillips 66 Limited geliefert wird.

Als Teil der zweiten Phase wird ITM Power auch die Installation und Erprobung sowohl seines Elektrolyseur-Stacks der nächsten Generation als auch der halbautomatischen Fertigungsmaschinen durchführen, die für die großtechnische und großvolumige Herstellung dieser neuen großen, kostengünstigen Stacks erforderlich sind. Dieser Schritt soll dazu beitragen, ein komplettes Produktionssystem zu validieren, das in der Lage ist, Hunderte von Megawatt Elektrolyseuren pro Jahr herzustellen und auszuliefern.

© IWR, 2020


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25.02.2020

 



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