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Encavis kauft UKA-Windpark Gieboldehausen und drei niederländische Solarparks

© UKA-Gruppe© UKA-GruppeMeißen/Neubiberg - Die Encavis Asset Management AG hat für einen Spezialfonds ein weiteres Wind- und drei Solarprojekte in Deutschland und den Niederlanden erworben. Verkäufer des Windparks ist die UKA-Gruppe aus Meißen, die Solarparks stammen vom Münchener Projektierer und Energiedienstleister BayWa r.e.

Die Encavis Asset Management AG (Encavis AM), ein Tochterunternehmen des im regenerativen Aktienindex RENIXX World notierten Wind- und Solarparkbetreibers Encavis AG, hat kürzlich von der UKA-Gruppe einen Windpark in Deutschland und drei BayWa r.e-Solarparks in den Niederlanden mit einer Gesamterzeugungsleistung von mehr als 55 Megawatt (MW) erworben. Die Anlagen werden in einen von Encavis AM aufgelegten Spezialfonds eingebracht, der sich speziell an Kreditinstitute richtet, die in Wind- und Solarparks in Europa investieren wollen.

Encavis AM erweitert Windparkportfolio um 28,5 Megawatt
Der Energieparkentwickler UKA verkauft die Windenergiegesellschaft Gieboldehausen Drei an einen Spezialfonds der Encavis Asset Management AG aus Neubiberg. Der von der UKA-Gruppe projektierte Windpark Gieboldehausen im niedersächsischen Landkreis Göttingen weist eine Gesamtnennleistung von 28,5 Megawatt (MW) auf. Der Park besteht aus insgesamt acht Vestas-Windenergieanlagen (6 V136 mit einer Nennleistung von jeweils 3,6 MW und 2 V126 mit je 3,45 MW), die zwischen 2016 und 2019 errichtet wurden. Es handelt sich um die erste Transaktion zwischen dem Wind- und Solarparkentwickler UKA und Encavis AM. UKA wird über die UKB Umweltgerechte Kraftanlagen Betriebsführung weiterhin das technische Windparkmanagement übernehmen. „Ich freue mich sehr, dass wir trotz der aktuellen Corona-Krise die Transaktion zum Abschluss bringen konnten. Der Verkauf zeigt, dass Windenergieprojekte trotz der aktuellen Marktverwerfungen immer noch nachgefragt werden“, so Gernot Gauglitz, geschäftsführender Gesellschafter der UKA-Gruppe, über die Transaktion.

Niederländische Baywa r.e. Solarparks mit 27 MW erworben
Neben dem Windpark Gieboldehausen hat Encavis AM kürzlich drei Solarparks in den Niederlanden mit einer Kapazität von rd. 27 MW erworben. Die drei Projekte befinden sich an unterschiedlichen Standorten in den Niederlanden. Der Solarpark „Flierbelten“ (5,7 MW) in der Provinz Overijssel speist seit Anfang März 2020 in das Stromnetz ein. Für den Solarpark „Jumaheerd“ (6,6 MW) steht der Netzanschluss nach Angaben von Encavis unmittelbar bevor. Der Solarpark „Sekdoorn“ (14,6 MW) unweit von Zwolle wurde auf einem Baggersee errichtet. Die teils schwimmenden Anlagen sollen im Juli 2020 ans Netz angeschlossen und in Betrieb genommen werden. Entwickelt und realisiert wurden die PV-Anlagen vom Münchener Projektierer und Energiedienstleister BayWa r.e.

Spezialfonds EIF II sorgt bei Kreditinstituten für Stabilität im Portfolio
Der Windpark Gieboldehausen und die drei niederländischen Solarparks werden in den von Encavis AM aufgelegten Spezialfonds Encavis Infrastructure II Renewables Europe II (EIF II) eingebracht. Das Beteiligungsangebot wird exklusiv von der BayernLB vertrieben und richtet sich an Kreditinstitute, die in ein diversifiziertes Portfolio aus Wind- und Solarparks in Europa investieren wollen. „Der Spezialfonds komme bei Kreditinstituten, allen voran den Sparkassen und Genossenschaftsbanken, besonders gut an, so Roland Reichert, Bereichsleiter Sparkassen und Finanzinstitutionen bei der BayernLB. Das sei u.a. darauf zurückzuführen, dass Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien stabile und planbare Cashflows erwirtschafteten. „Angesichts der volatilen Entwicklungen an den Kapitalmärkten seit dem Ausbrechen des Coronavirus bringen solche Investments wertvolle Stabilität ins Portfolio“, so Reichert weiter.

Karsten Mieth, Vorstandssprecher der Encavis Asset Management AG, ergänzt: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die uns anvertrauten Mittel so zügig in Solar- und Windparks mit vielversprechenden Ertragsaussichten und idealen Standortbedingungen investieren konnten. Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine Marktposition erarbeitet, die es uns erlaubt, solche Projekte trotz der bestehenden Widrigkeiten durch die CoVid-19-Pandemie zu realisieren“, so Mieth.

Encavis-Aktie macht Verluste wett
Die Encavis-Aktie hat sich nach einem Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie Mitte März wieder deutlich erholt. Aktuell notiert Encavis bei einem Kurs von 11,66 Euro (11:00, 22.04.2020, Börse Stuttgart). Gegenüber dem bisherigen Jahrestief vom 19. März 2020 von 6,81 Euro ist das ein Plus von über 70 Prozent.


© IWR, 2020


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