Skyborn bringt Offshore-Windpark Gennaker mit Milliardenfinanzierung in die Realisierungsphase
© Fotolia/AdobeHamburg - Skyborn Renewables hat das Financial Close für den Offshore-Windpark Gennaker in der deutschen Ostsee erreicht. Für das bis zu 976,5 MW starke Projekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als 3 Mrd. Euro wurde eine Non-Recourse-Finanzierung über 2,1 Mrd. Euro mit 16 Geschäftsbanken und der Europäischen Investitionsbank (EIB) abgeschlossen. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen.
Gennaker steht zugleich für den Größentrend in der Offshore-Windenergie: Immer leistungsstärkere Windturbinen ermöglichen höhere Windparkleistungen mit weniger Anlagen. Mit nur 63 Turbinen und knapp 1.000 MW wird Gennaker zum größten Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee.
Gennaker: 63 Offshore-Turbinen von Siemens Gamesa
Gennaker entsteht rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Geplant sind 63 Offshore-Windturbinen von Siemens Gamesa mit jeweils bis zu 15,5 MW Leistung. In einer früheren Projektkonfiguration waren noch 103 Windenergieanlagen mit insgesamt 865,2 MW vorgesehen. Die aktuelle Planung erreicht damit rund 13 Prozent mehr Gesamtleistung mit 40 Windenergieanlagen weniger.
Nach vollständiger Inbetriebnahme soll der Windpark rechnerisch Strom für rund eine Million Haushalte erzeugen. Skyborn hat das Projekt von Beginn an entwickelt. 2025 wurden die wesentlichen Liefer- und Installationsverträge für Windenergieanlagen, Fundamente und die interne Parkverkabelung abgeschlossen. Zudem erhielt Gennaker die Genehmigung für Bau und Betrieb. Mit dem Financial Close sind nun nach Angaben des Unternehmens auch die Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung sowie die wesentlichen Projektverträge wirksam. Damit geht Gennaker in die Realisierungsphase über.
2,1 Mrd. Euro Finanzierung - Stromabnahmeverträge sichern 700 MW langfristig ab
Das Non-Recourse-Finanzierungspaket über 2,1 Mrd. Euro wird von einem Konsortium aus 16 Geschäftsbanken und der EIB bereitgestellt. Bei einer solchen Projektfinanzierung erfolgt die Rückzahlung grundsätzlich aus den künftigen Zahlungsströmen des Projekts und ohne vollständigen Rückgriff auf die Projektgesellschafter.
Zur Absicherung der künftigen Erlöse hat Skyborn 2026 langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) abgeschlossen. Dabei verpflichten sich Abnehmer, Strom über einen längeren Zeitraum zu vertraglich vereinbarten Konditionen abzunehmen. Amazon sicherte sich über einen PPA 600 MW, Uniper weitere 100 MW. Damit sind 700 MW und mehr als 70 Prozent der geplanten Windparkleistung über langfristige Abnahmevereinbarungen gebunden.
Auch die Eigentümerstruktur wurde erweitert. Die Stadtwerke München (SWM) sind 2026 mit einem Anteil von 25 Prozent als strategischer Eigenkapitalpartner bei Gennaker eingestiegen. Skyborn verantwortet die Umsetzung der Bauphase und das langfristige Management des Windparks.
© IWR, 2026
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